Aktuelle Veranstaltungen von Juni bis Dezember 2010
Referat von Regierungsrat Dr. iur. Thomas Heiniger anlässlich des Symposiums zum 200-jährigen Bestehen der AGZ, 23. Juni 2010
«Ich wage an dieser Stelle eine kritische Anmerkung im Nachgang zur Nationalratsdebatte vom 16. Juni: Bei allem Verständnis für den Versuch, (auch) aus dieser gesundheitspolitischen Debatte parteipolitisches Kapital zu schlagen und sich bei der eigenen Klientel zu profilieren – was jetzt als Zwischenergebnis vorliegt, gibt endlich berechtigten Grund zur Hoffnung, dass wir in der Gesundheitspolitik einen grossen und wichtigen Schritt weiter kommen. Dass eine breit abgestützte KVG-Revision zustande kommt, die kein fauler Kompromiss, sondern eine gut schweizerische Lösung ist. Und die allen Beteiligten Zugeständnisse abfordert, damit wir gemeinsam weiter kommen. Vor diesem Hintergrund wäre es sehr stossend, wenn eine Partei sich aus rein wahltaktischen Gründen gegen diese Lösung stemmen würde. Für solche Spiele ist diese Frage schlicht und einfach zu wichtig.» (...)
Wo also liegen konkret die Chancen, die Ihnen Managed Care eröffnet? (...) Der grösste Gewinn für Ihren Berufsstand liegt im Grundkonzept der integrierten Versorgung. Die Analyse unseres Gesundheitssystems förderte als Grundmangel zutage, dass die medizinische Behandlung heute zu fragmentiert ist. Es fehlt an Koordination. Über- und Fehlversorgung sind häufig die Folge. Hier schafft Managed Care Abhilfe, indem sie Hausärzte, Spezialisten und Spitäler in integrierten Netzwerken verbindet. In diesen Netzwerken verbessert sich dank Qualitätszirkeln die Behandlungsqualität und die Kosten werden nachhaltig gesenkt. Entscheidend für Sie ist, dass am Eingang zu jedem dieser Netzwerke eine Hausärztinoder ein Hausarzt steht – als «Gatekeeper». Statt direkt einen oder nicht selten gleich mehrere verschiedene Spezialisten zu konsultieren oder ins Spital zu gehen, suchen die Patientinnen und Patienten in jedem Fall (wieder) zuerst bei ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt medizinischen Rat. (...)
Gleichzeitig wird durch die Arbeit im Verbund auch die persönliche Weiterentwicklung positiv beeinflusst. In der klassischen Einzelpraxis sind die Möglichkeiten des fachlichen Austausches begrenzt. Der in der Regel sehr gut beschäftigte Arzt muss den Kontakt zu seinen Berufskolleginnen und -kollegen aktiv suchen, um sich fachlich auszutauschen. Das kommt aus Zeitgründen oft zu kurz. In einem Verbund wird dies ungleich leichter fallen: Man trifft sich in der Praxis und hat direkt die Möglichkeit, sich auszutauschen, sich gegenseitig zu beraten oder eine zweite Meinung einzuholen. Von diesem erweiterten Erfahrungsbereich profitieren wiederum die Patientinnen und Patienten ganz direkt. (...)
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Aktuelle Veranstaltungen von Juni bis Dezember 2010
Symposium zum 200-jährigen Bestehen der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich «Managed Care und Grundversorgung – wie sieht die Zukunft der Ärzteschaft in Netzwerken aus?»
Referat: «Managed Care und integrierte Versorgung – Die Vorteile der Vernetzung», anschliessend Podiumsdiskussion
Mittwoch, 23. Juni 2010, ab 18.00h an der Universität Irchel Zürich, Hörsaal Nr. 40
«Wettbewerb im Gesundheitswesen – Wirkungsvolle Therapie oder bittere Pille?»
Podiumsdiskussion: Thomas Heiniger diskutiert mit Akteuren aus dem Gesundheitswesen
Dienstag, 13. Juli 2010, ab 18.00h im Raum Zürich, Forum Gesundheit Schweiz
«Festansprache zum 1. August»
Die Ansprache von Thomas Heiniger beginnt um ca. 20.30h
Sonntag, 1. August 2010, ab 17.00h auf dem Festplatz «Breitloo», Bundesfeier in Kilchberg
«Erste Zukunftskonferenz von «The Swiss Leading Hospitals»
Referat: «Die Einführung von SwissDRG: Ist-Zustand und Ausblick»
Freitag, 3. September 2010, ab 09.00h im Hotel Radisson Blu Zürich Flughafen «Erste Zukunftskonferenz» pdf (482kb)
«Verwaltungsrats-Seminar für Spitäler»
Referat: «Gesundheitspolitische Herausforderungen aus kantonaler Sicht»
Freitag, 24. September 2010, ab 11.00h am Bildungszentrum H+, Aarau
«30 Jahre IG Rettungsdienst Region Winterthur»
Festansprache zum Jubiläum
Dienstag, 5. Oktober 2010, ab 18.00h im Kantonsspital Winterthur
«Intensivmedizin an den Grenzen des Machbaren»
Referat: «Was darf ein Mensch kosten?»
Donnerstag, 18. November 2010, ab 16.00h im Festsaal Stadtspital Triemli Zürich, Herbstsymposium der Zürcher Gesellschaft für Intensivmedizin
«Rehabilitation im Wandel» – Symposium zum 40-jährigen Bestehen der Rheuma- und Rehaklinik
Referat: «DRG – Chancen und Risiken»
Donnerstag, 2. Dezember 2010, nachmittags, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, Stadtspital Triemli Zürich
Wie viel Föderalismus erträgt die Gesundheitspolitik?
